Samstag, 15. März 2014




Nina Pourlak - Besser als nix

Rezension vom 15.03.2014
Meine Beurteilung: 3 Sterne von 5 möglichen


Wo fange ich an?
Dem Buch "Besser als nix", der preisgekrönten Autorin Nina Pourlak konnte ich nicht so viel abgewinnen.
Es war für mich sehr schwer eine Beurteilung abzugeben, die ersten Seiten tendierten zu 4 Sternen, dann fiel das Buch stetig ab auf 2 Sterne, also ich nehme die goldene Mitte, wobei 3 Sterne ein besseres Buch vorgaukeln.
Tom ist Schulabgänger, Halbwaise, nicht sonderlich intelligent, wenig sportlich, eigentlich -für Jungs sehr aussergewöhnlich- ausschliesslich grüblerisch veranlagt. Der Roman ist nur aus seiner Sicht erzählt, in einer Art Gespräch mit Tagebuch, wobei Tom sicher ist, dass siene tote Mutter mitliest, vielleicht auch der Grund, warum er seine Gefühle nicht offenbart.
Die Schule ist aus, Tom gehört zu einer
recht grossen Anzahl Jugendlicher, die in einer deutschen Kleinstadt nicht wissen, wie es weitergehen soll. Wenig Interessen, kaum Energie, kein Engagement oder Zukunftsträume, auch nicht wirklich die No-Future-Aktivität, die es ja bei Jugendlichen in den 80igern gab. Man lässt sich eher treiben, ein Zustand, den ich so gar nicht kenne und nur schwer, grade in dem Alter nachvollziehen kann.
Tom füllt einer jungen Lehrerin zuliebe Formulare aus, die seine Interessen und Eignung berufsmäßig erfassen sollen, und tatsächlich, der Computer ermittelt nicht nur den idealen Job, es sind sogar Ausbildungsplätze frei!
Was humorvoll beginnt und wirklich das Rüstzeug für einen tiefgründigen Roman über das Wesentliche im Leben hatte, verkommt mehr und mehr zu einer völlig unrealistischen und mehr rührseligen Story auf plattem Niveau.
Ich hatte während des Lesens das Bild eines Puzzles im Kopf. Während für mich das Leben aus vielen zusammengewürfelten Puzzle mit Minimum zwanzigtausend Teilen besteht, bei dem es mehr zufällig zum Finden von zwei passenden Stücken kommt, so habe ich hier ein Puzzle von maximal 500 Riesenteilen, die sich nahezu problemlos in ihre Position fügen.
Kurzum: Es war langweilig, vorhersehbar, nicht berührend, ein Buch, das man schnell vergisst und sicher kein zweites Mal lesen wird. Daher sind 3 Sterne eigentlich einer zu viel.

  • Seitenzahl der Print-Ausgabe: 151 Seiten
  • Verlag: Brendow-Verlag (6. Februar 2013)

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